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Dieses Glossar erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit,
sondern möchte nur in Kürze einige Begriffe zur Kunst erklären.

Abstrakte Kunst

Eine ungegenständliche Kunst, besonders in der Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts, die 1908 von Kandinsky begründet wurde. Sie verzichtet auf die Wiedergabe eines Naturvorbildes.
Abstrakter Expressionismus
Eine Kunstbewegung in der Malerei des 20. Jahrhunderts, wobei sich der Künstler durch einen spontanen Malakt Ausdruck verleiht. Die Wurzeln des abstrakten Expressionismus begründen sich im Werk W. Kandinskys. Vor allem in den 40iger und 50iger Jahren fand die Bewegung in den USA Anklang bei den Künstlern. Eine Vielfalt von differenzierten Stilarten entwickelte sich daraus. Vertreter sind z. B. Jackson Pollock (Action Painting), Mark Rothko (Farbkompositionen mit pulsierenden Rechtecken in satten Farben), Willem de Kooning, Franz Klein, Wols, usw.

Acrylmalerei

Malen mit wasserlöslicher Kunstharz-Dispersionsfarbe (als Ölfarbenersatz), die eine schnelle Trockenzeit aufweist, leuchtstarke Farben hat und wasserfest ist.
Aktionskunst
ist die Bezeichnung für interaktive Disziplinen aus der Bildenden Kunst, des Theaters, der Musik und Literatur. Es ist ein Oberbegriff für die Kunstgattungen des Happenings und der Performance, die ungefähr 1960 entstanden sind.

Architektur

 

 

(griechisch-lateinisch architectura), ist die Kunst des Entwerfens, Konstruierens und Errichtens von Bauwerken. Als so genannte Baukunst gilt sie als eine der ältesten und am stärksten zweckgebundenen Künste. Der Architekt befasst sich auch mit der Erschaffung sozialer Räume: beispielsweise als Stadtplanungs-, Landschafts-, Garten- oder Innenarchitekt.
Mit der Errichtung erster notdürftiger Behausungen aus unbearbeiteten Naturmaterialien, begann die Geschichte der Architektur, eine Entwicklung von der Urhütte bis zum Wolkenkratzer.

Assemblage
- Ansammlung
Im 20.Jahrhundert wurde die Bilhauerkunst durch neue Techniken bereichert, z.B. durch Schweißen und Assemblagen. Es sind Materialbilder, die aus unterschiedlichen, zufällig gefundenen Materialien, häufig in Werken der Objektkunst oder auch in gemalte Bilder eingesetzt werden.
Bildende Kunst

Seit dem frühen 19. Jh. im deutschen Sprachbereich eingebürgerter Sammelbegriff für alle visuell gestaltenden Künste, also Baukunst, Bildhauerei, Malerei, Grafik und Kunstgewerbe, wobei letzteres auch als angewandte Kunst bezeichnet wird. Unter "Bilden" versteht man ursprünglich soviel wie abbilden, ein Bild machen und gestalten.

Bildender Künstler
ist ein schöpferischer Mensch, der u.a. anschauliches und konzeptionelles Denken in seiner höchsten Form praktiziert und dabei unterschiedlichste Arten von Sachverhalten und Ideen zum Ausdruck bringt.

Bildhauerkunst

 

ist die Kunst des Fertigens dreidimensionaler Körper aus festen Stoffen. Sie bildet neben Malerei und Grafik eine der drei klassischen Gattungen der bildenden Kunst. Unter einer Skulptur (lateinisch sculpere: „etwas herausmeißeln, -schnitzen, -schneiden”) versteht man im engeren Sinn ein aus Stein gemeißeltes oder aus Holz und anderen weicheren Materialien geschnitztes Kunstwerk, unter einer Plastik ein modelliertes oder gegossenes Werk .

Collage

- Klebebild
Fast alle Materialien, wie Holz, Pappe, Leinwand, Papier, Stoffe, Sand u.a. werden auf einer zweidimensionalen Bildebene kombinieret, fixiert und verklebt .
Concept Art

Mitte der 60er begann eine weitere Veränderung der traditionellen Kunstformen - aus der Minimal Art kommend - vor allem unter dem Einfluss Sol Le Witts, die z. B. in Malerei und Bildhauerei durch Reduzierung des Objekthaften bis hin zur Entmaterialisierung gingen, um am Ende des Prozesses eine Ausarbeitung durch gedankliche, assoziative Vorstellungen dem Betrachter ein Kunstprodukt in Umschreibungen von Texten, Diagrammen und Fotografien zu hinterlassen.
Die Theorie der praktischen Demonstration war das zentrale Anliegen künstlerischen Tuns, das reichlich in Texten veröffentlicht wird. In diesem engeren Sinne spricht man von konzeptueller Kunst. Bis heute durchlebte dieser Vorgang Wandlungen, ehe er zu einer Kunstaussage im Zusammenwirken von geistiger und praktischer Arbeit führte. Typische Vertreter sind Robert Barry, Douglas Huebler, im weiterem Umfeld Daniel Buren, Jan Dibbets, Gilbert & George, Richard Long u. andere.

Darstellende Künste

Sammelbegriff für Schauspielkunst, Pantomime, Tanz und alle davon abgeleiteten Formen. Manchmal werden auch die Musik und die bildende Kunst zur darstellenden Kunst gezählt.

Eklektizismus
Bezeichnet in der Philosophie und Kunst Denkmethoden und Systeme, die von anderen bereits bestehenden Denkarten (z. B. in der Kunst auch Stilarten) ausgewählt und neu zusammengefügt werden. Die Vorgehensweise dabei ist so, dass alles, was brauchbar und wertvoll erscheint, 06.03.2011 Fall bezeichnet er aber auch einen Zugriff auf die Stilmittel alter Künstler aus früheren Epochen mangels eigenschöpferischer Leistung. Fast alle Künstler denken und arbeiten auf irgendeine Weise auch eklektizistisch.

Enkaustik

Malverfahren, bei dem Farbpigmente mit Wachs verschmolzen und mit erhitztem Spachtel auf Holz aufgemalt werden. (antike Maltechnik)
Expressionismus
Angeblich ein 1911 von Herwarth Walden (Herausgeber der Zeitschrift "Der Sturm") geprägter Begriff. Er umfasste anfänglich eine Vielfalt von Kunstrichtungen, wie Fauvismus, Futurismus, Kubismus. Heute versteht man in der bildenden Kunst darunter eine spezifische künstlerische Bewegung, die Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nahm. Vereinfacht betrachtet ist sie eine Ausdruckskunst, die innerlich Gelebtes spontan und anaturalistisch sichtbar macht. Sie ist eine Reaktion auf den Impressionismus. Wichtigste Künstlervereinigungen: Blaue Reiter, Brücke. Vertreter sind z. B. Cezanne, van Gogh, Gauguin, Munch, Marc, Macke, Nolde, Kirchner, usw.

Farben

In der Malerei sind Farben Substanzfarben, die aus Farbstoffen (Pigmenten) bestehen.

Farbpsychologie

befasst sich mit den Wirkungen der Farben auf unsere Psyche, (z.B.: Rot ist warm und aktivierend, Blau ist kühl und passiv.)

Farbsymbolik

Kennzeichnende, sinnbildliche Bedeutung von Farben, unterschiedlich nach Kulturkreisen, (Rot steht für Leben, Liebe; Farbe der Kaiser u. Könige ist Purpur.)
Fotografie
Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Bildern, die durch elektromag-netische Strahlen oder Licht erzeugt werden. Also Bilder werden auf lichtempfindliche Flächen wie Platten, Papier oder Film z.B. durch fotochemische Reaktion des Lichtes erstellt. Wenn man bedenkt, dass die Anfänge der Fotografie vor über 150 Jahren datiert sind, so ist es umso erstaunlicher, was sich bis heute daraus entwickelt hat, sowohl vom technischen als auch künstlerischen Aspekt. In der Kunstfotografie stehen die klassische Fotografie und die digitalisierte gleichwertig nebeneinander.
  mehr zur Künstlerische Fotografie
Glasmalerei
Vereinfacht gesagt ist Glasmalerei ein Malen mit Glas. Hierbei werden Fenster und Scheiben figurativ oder ornamental in Farbe oder Grisaille (Malerei in grauen, braunen oder grünen Farbtönen) in einzelne Stücke geschnitten und zusammengesetzt. Die eigentliche Blütezeit der Glasmalerei begann mit der Gotik, die sich in ganz Europa ausbreitete. Früheste Zeugnisse stammen aus karolingischer Zeit (wohl 9. Jh. Kloster Lorsch), dann die Prophetenfenster des Augsburger Doms (um 1130). Gegen Ende des 15. Jh.s kam die bemalte Kabinettscheibe im Profanbau auf und die eigentliche Glasmalerei verlor an Bedeutung. Im 11. Jh. gewann sie wieder an Bedeutung und im 20. Jh. erfuhr sie eine Erneuerung - Chagall, Meistermann, Thorn, Prikker u.a.
Grafische Künste

(griechisch gráphein: schreiben) Als Teilgebiet der bildenden Kunst umfassen die grafischen Künste, Handzeichnungen und alle künstlerischen Bildwerke, die mittels verschiedener, meist manueller Drucktechniken in relativ kleiner Auflage vervielfältigt werden, z. B. Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche und Lithographien.
Der Grafik-Designer ist von einem Auftraggeber abhängig und arbeitet zum Zweck der Information oder Werbung mit grafischen Mitteln und vervielfältigt sie meist industriell in sehr großer Auflage. Zu den grafischen Künsten zählen ferner das Graffiti, der Scherenschnitt und die Computerkunst.

Happening
ist eine spontane und oft aggressive, provozierende Aktion, die den Zuschauer als Akteur mit einbezieht. Sie entstand nach dem 2. Weltkrieg und hat keinen speziellen Handlungsablauf. Absicht ist es, Kunst mit dem alltäglichen Leben zu verschmelzen, sodass keine Grenzen sichtbar bleiben.
Holzschnitt
Aufkommen der Holzschneidekunst im 15. Jahrhundert; grafische Technik, bei der mit scharfem Messer das Motiv aus einer Holzplatte herausgeschnitten wird, die dann als Druckstock für einen Abdruck auf Papier od. andere Materialien verwendet wird. (Hochdruckverfahren)

 

 

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©  Atelier Knorr-Kleine  -  Mönchengladbach 2000  -  Stand 06.03.2011

 

06.03.2011